
| 850-hPa-Niveau | Verwendung bei der Messung mit aufsteigenden Radiosonden; Luftschichten mit einem Druck von 850 hPa. Die Höhe kann über die barometrische Höhenformel bestimmt werden und beträgt etwa 1.500 m. |
| anthropogen | (griechisch) durch den Menschen beeinflusst, verursacht |
| ASG | siehe Asynchrongenerator |
| Asynchrongenerator | in der Regel übersynchron betriebener Drehstromgenerator, das heißt die Drehzahl des Läufers ist größer als die des Ständerdrehfelds |
| Ausbauabfluss | zufließende Wassermenge, für deren Verarbeitung ein Wasserkraftwerk bei der zugehörigen Ausbaufallhöhe ausgelegt ist |
| BHKW | siehe Blockheizkraftwerk |
| Biomasse | Gesamtheit der lebenden, toten und zersetzten Organismen eines Lebensraums; in der Energietechnik hauptsächlich Energiepflanzen und organische Reststoffe |
| BIP | siehe Bruttoinlandsprodukt |
| Blockheizkraftwerk | kleine Energieanlagen zur Erzeugung elektrischen Stroms und Wärme |
| BMWi | Bundesministerium für Wirtschaft |
| Brennstoffzelle | galvanische Elemente zur direkten Umwandlung von chemischer in elektrische Energie (z.B. SOFC). Brennstoffe: Wasserstoff, Erdgas |
| Bruttoengpassleistung | vgl. Bruttoleistung und Engpassleistung |
| Bruttoleistung | an den Generatorklemmen eines oder mehrerer Kraftwerke gemessene Leistung |
| Bruttoerzeugung | an den Generatorklemmen eines oder mehrerer Kraftwerke gemessene Abgabe elektrischer Energie |
| Bruttoinlandsprodukt | Teil der wirtschaftlichen Leistung einer Volkswirtschaft, der innerhalb der Landesgrenzen erbracht wird, gleichgültig ob durch Inländer oder Ausländer |
| Bruttostromerzeugung | siehe Bruttoerzeugung |
| BZ | siehe Brennstoffzelle |
| cos j | siehe Phasenwinkel |
| Dargebot | einer technischen Anlage zur Verfügung stehende (Wasser)menge |
| DHÜ | (Drehstrom-Höchstspannungs-Übertragung) Übertragung über dreiphasigen-Drehstrom. In Europa beträgt die Frequenz hierbei 50 Hz. Die Spannung reicht von 380 kV bis 1.050 kV. |
| DWD | Deutscher Wetterdienst |
| Eigenverbrauch | elektrische Energie, die von Neben- und Hilfsanlagen eines Kraftwerks benötigt wird, z.B. für Kesseleinspeisepumpen, Rauchgasentschwefelungsanlagen oder Transformatorverluste |
| elektrische Energie | Integral von Strom und Spannung über die Zeit |
| Elektrolyse | Zersetzung gelöster oder geschmolzener chemischer Verbindungen (Elektrolyten) durch elektrischen Strom (z.B. von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff) |
| Energieerzeugung | Umwandlung von Energie einer niederwertigen (schlecht nutzbaren) in eine höherwertige (gut nutzbare) Form (z.B. Solarenergie oder Wind in Elektrizität) |
| Energiesparszenario | künftiges Verbrauchsszenario beim Ausschöpfen von Einsparpotentialen |
| Energieverbrauch | Umwandlung von Energie einer höherwertigen in eine niederwärtige Form (z.B. Elektrizität in Wärme, Licht oder Kraft) |
| Endenergie | Energie in der Form, wie sie dem Endverbraucher zugeführt wird (z.B. Erdgas, Heizöl, Elektrizität, Fernwärme) |
| Engpassleistung | die durch den leistungsschwächsten Anlagenteil begrenzte höchste ausfahrbare Dauerleistung eines oder mehrerer Kraftwerke, die bei durchschnittlichen Bedingungen erzeugt werden kann. Zeitweilig nicht einsatzfähige, z.B. in Reparatur oder Überholung befindliche Anlagenteile mindern die Engpassleistung. |
| Erzeugung | siehe Energieerzeugung |
| EVU | Energieversorgungsunternehmen |
| GAU | größter anzunehmender Unfall (bei einem Kernkraftwerk) |
| Generator | rotierende elektrische Maschine, die mechanische Energie in elektrische Energie umwandelt. Beim Drehstromgenerator erzeugt ein Drehstrom in den Spulen des stehenden Teils (Ständer) ein Drehfeld, der Läufer wird mechanisch angetrieben. |
| Gradtagzahl | Summe der Differenzen zwischen der mittleren Raumtemperatur von 20 °C und den Tagesmitteln der Lufttemperatur über alle Heiztage in einem definierten Zeitraum (meist Heizperiode) |
| Grundlast | Leistung, die mehr als 6.000 h/a mit 25 Starts verfügbar ist. Die Grundlast wird in Deutschland hauptsächlich durch Kern-, Braunkohle- und Laufwasserkraftwerke gedeckt. |
| GuD-Kraftwerk | Gas- und Dampfturbinenkraftwerk; Kombianlage aus Gasturbine und Abhitzedampferzeuger, die sich durch einen hohen Wirkungsgrad auszeichnet |
| Heiztag | Tag, an dem das Tagesmittel der Lufttemperatur unter 15 °C liegt |
| HGÜ | (Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragung). Energieübertragung über Gleichstrom mit 2 Leitern und Spannungen bis über ±800 kV |
| Hochspannung | elektrische Spannung über 60 kV bis 150 kV |
| Höchstspannung | elektrische Spannung über 150 kV |
| Jahreshöchstlast | Die in einem Jahr tatsächlich aufgetretene höchste Inanspruchnahme der Leistung in den Kraftwerken und Netzen |
| KEW | Koeffizient der Erzeugungsmöglichkeit aus regenerativer Wasserkraft; Quotient vom Arbeitsvermögen der Wasserkraftwerke und deren Regelarbeitsvermögen |
| Kraft-Wärme-Kopplung | gleichzeitige Erzeugung von Heizwärme und elektrischer Energie in einem Kraftwerk |
| Laufwasserkraftwerk | Wasserkraftwerk, das den jeweiligen Wasserzufluss ohne Speichermöglichkeit verarbeitet |
| Leistungszahl | Quotient von gewonnener Nutzwärme und eingesetzter (elektrischer) Energie bei einer Wärmepumpe (gute Anlagen erreichen Leistungszahlen > 3) |
| MCFC | Molten Carbonat Fuel Cell (Schmelzkarbonat-Brennstoffzelle); wandelt Brennstoff wie Erd-, Kohle- und Biogas mit dem Oxidanten Luft bei Temperaturen von 650 °C in Elektrizität um |
| MEZ | mitteleuropäische Zeit (MEZ = UTC + 1 h) |
| Mittellast | Leistung, die zwischen 2.000 h/a und 6.000 h/a mit etwa einem Start pro Tag verfügbar ist; wird in Deutschland derzeit hauptsächlich durch Steinkohlekraftwerke gedeckt |
| MPP | Maximum Power Point, Punkt maximaler Leistung bei Photovoltaikmodulen |
| Nettoleistung | die um die elektrische Eigenbedarfsleistung verminderte Bruttoleistung, die ein Kraftwerk oder ein Kraftwerkspark ins Netz abgibt (auch nutzbare Leistung) |
| Nettoerzeugung | um den Eigenbedarf an elektrischer Energie verminderte Bruttoerzeugung, die ein Kraftwerk oder ein Kraftwerkspark in Netz abgibt (auch nutzbare Energie) |
| Nettoverbrauch | Nettoerzeugung und importiere Elektrizität vermindert um Übertragungsverluste, Pumpstrom und exportierte Elektrizität innerhalb eines Netzes |
| Netz | Gesamtheit miteinander verbundener Anlagenteile zur Übertragung und Verteilung von elektrischer Energie |
| Offshore | im Meer; bei der Windkraft Küstenbereich (bis über 30 km) |
| PAFC | Phosphor Acid Fuel Cell (Phosphorsaure Brennstoffzelle); wandelt Wasserstoff mit dem Oxidanten Luft bei 200 °C in Elektrizität um |
| Phasenschieberbetrieb | Betriebsart bei Generatoren zur Verringerung des induktiven Phasenwinkels eines Netzes und damit der Belastung durch Blindleistung |
| Phasenwinkel | Winkel j der Phasenverschiebung von Strom und Spannung. Bei einem Phasenwinkel ungleich Null gibt es neben der Wirkleistung auch eine Blindleistung. Bei positiven Phasenwinkeln eilt die Spannung dem Strom voraus. Dann spricht man von induktiver, im anderen Fall von kapazitiver Blindleistung |
| Primärenergie | Energie in ursprünglicher, noch nicht technisch aufbereiteter Form (z.B. Rohöl, Kohle, Uran, Solarstrahlung, Wind) |
| Pumparbeit | elektrische Energie, die zum Betrieb von Speicherpumpen bei Pumpspeicherkraftwerken eingesetzt wird |
| Pumpstrom | Pumpstromverbrauch siehe Pumparbeit; Erzeugung aus Pumpstrom: die von Pumpspeicherkraftwerken abgegebene elektrische Energie |
| Rauhigkeitslänge | gibt an, in welcher Höhe der Wind durch die Bodenbeschaffenheit auf Null abgebremst wird |
| Referenzwerte | Verbrauchswerte bezogen auf das Jahr 1996 |
| Regelarbeitsvermögen | Verwendung vor allem bei der Wasserkraft; Arbeitsvermögen im Regeljahr, einem fiktiven Jahr, dessen wasserwirtschaftliche Größen über eine zusammenhängende Zeitreihe gemittelt sind |
| Restnachfrage | Elektrizitätsbedarf, der nicht durch regenerative Kraftwerke gedeckt werden kann |
| SG | siehe Synchrongenerator |
| SOFC | Solid Oxid Fuel Cell (Oxidkeramische Brennstoffzelle); wandelt Brennstoff wie Erd-, Kohle- und Biogas mit dem Oxidanten Luft bei 1.000 °C in Elektrizität um |
| Spitzenlast | Leistung, die im Mittel über 2.000 h/a verfügbar ist; wird in Deutschland derzeit hauptsächlich durch Pumpspeicher-, Gasturbinen- und Ölkraftwerke gedeckt |
| Strom | bewegte elektrische Ladungsträger, im allgemeinen Sprachgebrauch ähnliche Verwendung wie elektrische Energie |
| Stromerzeugung | siehe Energieerzeugung |
| Stromverbrauch | siehe Energieverbrauch |
| Supraleiter | Materialien, die unterhalb einer charakteristischen Temperatur keinen messbaren elektrischen Widerstand mehr besitzen |
| Synchrongenerator | synchron betriebener Drehstromgenerator, das heißt die Drehzahl des Läufers ist gleich der des Ständerdrehfelds |
| Transformator | ermöglicht die Übertragung elektrischer Arbeit zwischen zwei Anlagenteilen verschiedener Spannung |
| Trendszenario | künftiges Verbrauchsszenario bei Fortschreibung des Trends |
| Überschüsse | Erzeugung regenerativer Kraftwerke, die größer als die momentane Nachfrage ist |
| UTC | Universal Time Coordinated (UTC = MEZ - 1 h) |
| Verbrauch | siehe Energieverbrauch |
| Vollaststunden | Quotient von erbrachter Jahresarbeit und Nennleistung |
| VDEW | Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke e.V. |
| VIK | Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft e.V. |
| Wärmepumpe | Gerät, das unter Aufwendung von Energie (z.B. Elektrizität) Wärme von einem niedrigem Temperaturniveau auf ein höheres hebt (siehe auch Leistungszahl) |
Da zwischen der Fertigstellung dieser Arbeit und der Veröffentlichung im Jahr 2000 mehr als ein Jahr vergangen ist, werden an diese Stelle nachträglich aktuelle Zahlenwerte beigefügt. Neure Zahlenwerte finden sich im Datenservice auf der Internetseite www.volker-quaschning.de.
Stromerzeugung aus regenerativen Energieträgen in Deutschland (vgl. Tabelle 3.11 und 3.12)
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Energieträger |
Erzeugung 1999 |
Zuwachs seit 1997 |
installierte Leistung |
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Photovoltaik |
0,03 TWh |
+ 30 % |
0,069 GW (1999) |
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Windkraft (Land) |
5,4 TWh |
+ 82 % |
4,444 GW (1999) |
|
Windkraft (Offshore) |
--- |
--- |
--- |
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Wasserkraft 1) |
19,5 TWh |
+ 23 % |
4,563 GW (1996) |
|
Biomasse-Reststoffe 2) |
3,8 TWh |
+ 27 % |
0,358 GW (1996) 3) |
|
Energiepflanzen |
--- |
--- |
--- |
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Summe |
28,7 TWh |
+ 32 % |
9,368 GW |
1) Anmerkung: Das Jahr 1999 war ein überdurchschnittliches Wasserjahr. 2) incl. Müll 3) ohne Müll
Strombedarf nach Verbrauchergruppen (vgl. Tabelle 5.6, Abweichungen in der Summe sind rundungsbedingt)
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Verbrauch im Jahr 1998 |
Veränderung gegenüber 1996 |
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Haushalte |
130,5 TWh |
- 2,7 % |
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Kleinverbrauch |
111,0 TWh |
+ 4,2 % |
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Industrie |
229,6 TWh |
+ 3,3 % |
|
Verkehr |
16,1 TWh |
- 2,8 % |
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Nettostromverbrauch |
487,5 TWh |
+ 1,6 % |
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Übertragungsverluste |
21,2 TWh |
+ 3,5 % |
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Stromverbrauch insgesamt |
508,6 TWh |
+ 1,7 % |
Weitere Indikatoren im Elektrizitätsbereich
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Wert im Jahr 1998 |
Veränderung gegenüber 1996 |
vgl. |
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Brennstoffeinsatz der Kraftwerke |
5.022 PJ |
- 1,3 % |
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Primärenergieeinsatz |
5.098 PJ |
- 1,3 % |
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spezifische CO2-Emissionen aller Kraftwerke |
0,60 kg CO2/kWhel |
- 3,2 % |
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spezifische CO2-Emissionen fossiler Kraftwerke |
0,92 kg CO2/kWhel |
- 4,2 % |
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Bruttoinlandsprodukt (Gesamtdeutschland) |
1.881 Mrd. €1995 |
+ 3,7 % |
Bild 5.2 1) |
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Stromintensität |
259,2 Wh/€1995 |
- 2,0 % |
1) |
1) Anmerkung: Es liegen unterschiedliche Bezugsjahre vor (1991 und 1995).
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