Die Kohlendioxidemissionen in Deutschland sind im Jahr 2025 vorraussuchtlich nur leicht gesunken: Eine verminderte Industrieproduktion auf der einen Seite gleich die Effekte der kälteren Witterung auf der anderen Seite aus. Einziger Lichtblick: Durch einen weiterhin starken Ausbau der Photovoltaik konnte der Anteil der Erneuerbaren leicht erhöht werden.
Im Jahr 2025 wurden über 21 GW an regenerativen Energien neu installiert. Davon entfallen über 16 GW auf Photovoltaik und 4,6 GW auf Wind an Land. Damit konnte insgesamt der Rekordwert von 2024 eingestellt werden. Es braucht weiterhin mehr Tempo beim Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland.
Im Jahr 2025 ist der Zubau von Photovoltaik-Anlagen in Deutschland auf 16,6 GW gesunken. Das reicht noch nicht einmal für das EEG-Ziel für 2030. Um das Pariser Klimaschutzabkommen einzuhalten braucht es etwa 590 Gigawatt. Dafür müssten nun jedes Jahr bereits über 47 Gigawatt an neuen PV-Anlagen zugebaut werden.
Im Jahr 2025 deckten erneuerbare Energien 56 Prozent des deutschen Bruttostromverbrauchs. Die erzeugten Mengen aus Wasserkraft, Biomasse und Wind gingen zwar zurück, jedoch wurde dies durch eine gesteigerte Erzeugung aus Photovoltaik überkompensiert. Der Ausbau der erneuerbaren Energien insgesamt ist weiterhin zu langsam, um uns rasch von fossilen Importen unabhängig zu machen.
Im Jahr 2025 konnte weltweit erneut ein Rekord an neu installierter Photovoltaikleistung erreicht werden. Der Bestand an Solaranlagen wuchs vorraussichtlich um über 650 Gigawatt. Allerdings ist das Marktwachstum zurückgegangen. In Deutschland wurden sogar weniger neue Solaranlagen installiert als im Jahr 2024.
Für 2025 werden 150 GW an neu installierter Windkraftleistung prognostiziert. In China werden dabei zum dritten mal in Folge mehr neue Anlagen gebaut, als in Deutschland insgesamt installiert sind. Damit steht China mit Abstand auf Platz 1, gefolgt von den USA.
Das Wachstum erneuerbarer Energien steigt kontinuierlich. 2024 haben erneuerbare Energien bereits fast die Hälfte der weltweiten Kraftwerksleistung ausgemacht. Kernkraftwerke liegen dagegen nur noch bei unter 4 Prozent. Für wirksamen Klimaschutz muss nun die zweite Hälfte des Kraftkwerksparks defossiliert werden.
Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Photovoltaikanlagen während ihrer Lebensdauer nicht einmal die Energie einspielen, die für ihre Herstellung benötigt wird. Kennwerte aus verschiedenen Quellen belegen: Das Gerücht entbehrt jeder Grundlage.